Rückblicke

Monatsrückblick Januar 2021: Der Startschuss ist gefallen!

Im Januar will ich gar nichts tun. Außer schlafen, lesen und spazieren. Meine Batterien sind leer. Seit mittlerweile fünf Jahren laufe ich von Mitte Oktober bis zum 31.Dezember einen „Halloween-Silvester-Familienmarathon“. Geburtstagsfeiern, Laternenfest, Thanksgiving, Basteln und Weihnachtsbäckerei inklusive.  Am ersten Januar beginnt „meine Zeit“ – ausruhen, Kräfte sammeln, Pläne schmieden. Dieses Jahr stand ich außerdem vor einer wichtigen Entscheidung. Was ist der richtige Weg? Durch welche Tür soll ich gehen? Janusköpfig schaute ich nach hinten und nach vorne. Tag für Tag bekam ich mehr Klarheit. Und voi­là: am Ende des Monats haben sich die Puzzleteilchen zusammengefügt. Der Startschuss ist gefallen – jetzt geht’s los!

 

Mein „Yeah“-Januar!

Diesen Monat ging eine Reihe von meinen Voice Coaching  zu Ende.
Wochenlange Fleißarbeit mündete in einem Feuerwerk von Emotionen. Veränderungen, die „nur“ durch die Stimmarbeit passieren, faszinieren mich immer wieder. An einen Moment erinnere ich mich ganz besonders. Ein Teilnehmer hat am Ende einer Session fast geweint. „Julia, ich wusste nicht, dass mein Name so schön klingen kann!“. Ein Wort, das wir jahrzehntelang hören. Ein Wort, das für uns so selbstverständlich ist wie ein „Hallo“. Mein Coachee war überglücklich, einen Klang für den eigenen Namen gefunden zu haben, der seine volle Persönlichkeit widerspiegelt. Ohne sich verstellen zu müssen. Mit einem klaren „Ja“ zu sich selbst.

Mein Whiteboard

In meinem Sprachcoaching Programm habe ich seit Januar eine besondere Konstellation: eine Mutter mit zwei Teenager-Kids, die ich auf die B1- Prüfung vorbereite. Homeoffiice, Homeschooling und dann auch noch zusammen Deutsch lernen? Als dritte Fremdsprache? Chapeau! In den ersten drei Lernwochen gehen wir die Basics durch: sich vorstellen, Zahlen, deutschsprachige Länder, Einkaufen. Eine What’sApp Nachricht oder ein kurzes Video von meinen Lernern zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Denn ich weiß: Es arbeitet in ihnen. Deutschlernen wird langsam zur Routine. Wobei ich sage: Sprachen kann man nicht lernen, man muss sie erleben. Doch im Gegensatz zu Kindern haben Erwachsene bereits einen Tisch oder einen Apfel „begriffen“. Wie sollen nun diese Wörter in einem nichtdeutschsprachigen Kopf landen?

Das ist doch ganz klar, oder?

Ich kenne das Problem. Schließlich musste ich das auch lernen: Deutsch ist meine Zweitsprache. Und genau deswegen weiß ich genau, was sich in der linken Hemisphäre abspielt. Nach mittlerweile zehn Jahren DaF-Erfahrung habe ich eine hübsche Kollektion an Strategien gesammelt, die den Lernern helfen soll, sich die wunderbare Deutsche Sprache anzueignen. Und damit es kein Geheimnis bleibt, arbeite ich gerade an einem Artikel für „Medium“. Diesmal allerdings auf Englisch.

Und das ist auch ein „Yeah“-Januar Moment für sich. Dass ich überhaupt schreibe. Nach der Jahresrückblick- Challenge von „Sympatexter“ war bei mir die Luft raus. Meine Schreibroutine schmolz mit dem ersten Januarschnee dahin. Und dann hatte ich die Idee von Co-Blogging mit Svenja Lehmann, die ebenfalls bei der Challenge dabei war. Was für ein Gewinn! Ich hätte diese Zeilen ohne dich nicht schreiben können, liebe Svenja. Danke für deine Unterstützung und soziale Kontrolle 🙂

Mein „Nee“-Januar

Apropos, Kontrolle! Die hätte ich auch gern beim Joggen. Es hat so gut angefangen und dann… Seit der dritten Januarwoche haben meine Joggingschuhe kein Sonnenlicht gesehen. Wenn man zu der Jahreszeit in Berlin überhaupt von der Sonne sprechen kann (sieh unten).

Aufwärmen auf dem Dach

Um mein Gewissen zu beruhigen, rede ich mir ein, auch ohne Joggen genug Bewegung zu haben (stimmt natürlich nur bedingt). Mitte Januar fielen auch die Fahrradfahrten in die Kita weg. Dann kam noch der Schneematch und später auch noch die Rutschgefahr. Ist doch klar, dass ich da nicht joggen gehen kann, oder?

Mein „Soul“-Januar

Eine meiner Ausreden heißt auch noch: gut für die Seele – gut für den Körper. Das stimmt jetzt aber wirklich, nicht? Selbstgebackene Waffeln, Musik, malen und Eichhörnchen füttern – was gibt’s schöneres im Januar?

Familienkino – „Soul“ (Pixar)

Heimkino natürlich! Mit selbstgemachtem Popcorn (salzig, süß und süß-salzig) und warmer Decke.
Wie wäre es mit einem Animationsfilm?
– Ja! Lasst uns „Soul“ gucken!

Einverstanden!

Schneezauber in Berlin Kreuzberg

Und dann über Nacht wurde alles weiß! Meine russische Kinderseele lacht und zieht den halb verschlafenen Sohn raus aus der Wohnung. Schnell, bevor er wieder schmilzt! Die weiße Schicht bleibt tatsächlich das ganze Wochenende über liegen. Mit blauem Himmel und zarten Sonnenstrahlen. Ich bin auf einmal wieder fünf und lasse Schneeflocken mein Gesicht kitzeln.

Mein Buch des Monats

Was meiner Seele noch gut tut, ist das Lesen. Im Winter und überhaupt. Am 1. Januar habe ich die ersten Seiten von „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ (Joël Dicker) verschlungen. In den folgenden zehn Nächten konnte ich kaum schlafen. Die Geschichte von Joël Dicker hat mich gepackt. Ich war auf allen 736 Seiten mit dabei. Ja, das ist ein Wälzer! Nein, am Ende wird’s nicht langweilig! Ha, jetzt weiß ich warum ich weder schreiben noch joggen konnte – der Schlafmangel!
Pardon Monsieur Dicker, aber Sie sind der Grund für meine Faulheit.
Ich darf einfach nicht Ihre Bücher lesen! 

Übrigens, „Die Geschichte der Baltimores“ soll auch großartig sein.
Hoffentlich kommt mein Päckchen schon morgen…

Mein Bujo auf Instagram

Wie geht es weiter?

Gut, ich hab’s verstanden:

  • nachts sollte ich lieber schlafen
  • einen Laufpartner ins Boot holen
  • feste Zeiten zum Schreiben einplanen
Voller Vorfreude

Bin schon gespannt, was ich Ende Februar schreiben werde 🙂
Der Startschuss ist gefallen.
Jetzt einfach weiter machen.

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